Ergänzende Behandlungsverfahren
Endometrium-Scratching
Das Endometrium-Scratching ist ein kleiner, kurzer Eingriff, der im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung eingesetzt werden kann. Dabei wird die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) vorsichtig und oberflächlich gereizt.
Ziel dieser Methode ist es, die Schleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Durch die leichte Verletzung soll der Körper eine natürliche Heilungsreaktion starten, bei der Botenstoffe freigesetzt werden. Diese können die Einnistung eines Embryos unterstützen.
Die wissenschaftliche Datenlage ist nicht eindeutig. Bei manchen Patientinnen kann sich die Einnistungschance verbessern, bei anderen zeigt sich kein Effekt. Ob das Verfahren sinnvoll ist, wird daher individuell mit Ihrem behandelnden Arzt entschieden.
Intralipidinfusionstherapie
Die Intralipid-Infusion ist eine unterstützende Behandlung im Rahmen der Kinderwunschtherapie. Dabei wird eine fettähnliche Lösung (eine sogenannte Lipidemulsion) über eine Vene als Infusion verabreicht.
Ziel der Therapie ist es, das Immunsystem zu beeinflussen. Bei einigen Patientinnen wird vermutet, dass bestimmte Immunreaktionen die Einnistung eines Embryos erschweren können. Die Intralipid-Infusion soll diese Reaktionen möglicherweise abschwächen und so die Bedingungen für eine Schwangerschaft verbessern.
Die Behandlung wird meist vor oder nach einem Embryotransfer durchgeführt und dauert in der Regel etwa ein bis zwei Stunden. Sie ist gut verträglich und erfolgt unter medizinischer Überwachung.
Die wissenschaftliche Datenlage ist derzeit nicht eindeutig. Während einige Studien und Erfahrungen einen möglichen Nutzen zeigen, ist der Effekt nicht sicher belegt. Daher wird die Therapie nur in ausgewählten Fällen und nach individueller ärztlicher Beratung eingesetzt.
