Endometriumbiopsie
Eine Endometriumbiopsie ist die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe aus der Gebärmutterschleimhaut. Sie kann in ausgewählten Fällen der weiterführenden Kinderwunschdiagnostik sinnvoll sein, insbesondere bei wiederholtem Einnistungsversagen oder wiederkehrenden Fehlgeburten.
Die gewonnene Gewebeprobe kann auf verschiedene Fragestellungen untersucht werden. Dazu gehören unter anderem der Nachweis einer chronischen Endometritis (chronischen Entzündung der Gebärmutterschleimhaut) anhand von Plasmazellen, die Bestimmung von uterinen natürlichen Killerzellen (uNK-Zellen) sowie die Analyse des endometrialen Mikrobioms. Die Ergebnisse können Hinweise auf Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut liefern und – je nach Befund – in die individuelle Behandlungsplanung einfließen.
Die Untersuchung erfolgt ambulant und dauert nur wenige Minuten. Sie wird meist gut vertragen und kann mit leichten, menstruationsähnlichen Beschwerden verbunden sein.
Da die wissenschaftliche Datenlage insbesondere zu uNK-Zellen und dem endometrialen Mikrobiom noch nicht in allen Bereichen eindeutig ist, empfehlen wir diese Untersuchungen ausschließlich bei entsprechender medizinischer Fragestellung und nach einer ausführlichen individuellen Beratung.
